Advisory Board

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Prof. Dr. Julia Fischer

20 Jahre Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung
Symposium, Berlin 13. September 2024
Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft

Julia Fischer - Deutsches Primatenzentrum Göttingen

©2024 Martin Walz
www.martinwalz.de

Julia Fischer (Jg. 1966) ist Professorin für Primatenkognition an der Georg-August-Universität Göttingen und Leiterin der Abteilung Kognitive Ethologie am Deutschen Primatenzentrum. Ihr Forschungsinteresse gilt dem Sozialverhalten, der Kommunikation und Kognition nichtmenschlicher Primaten. 

Nach der Promotion 1996 an der FU Berlin forschte sie an der University of Pennsylvania in Philadelphia; in dieser Zeit arbeitete sie anderthalb Jahre in Botswana und erforschte freilebende Bärenpaviane. Anschließend ging sie ans Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und habilitierte sich an der Universität Leipzig bevor sie den Ruf nach Göttingen erhielt. Mit ihrem Team etablierte sie die Feldstation Simenti im Senegal, wo sie Guineapaviane untersucht. Sie ist Mitglied der Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften), der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Göttinger Akademie der Wissenschaften, sowie Trägerin des Niedersächsischen Verdienstordens. Ihre Arbeiten machte sie mit dem Buch „Affengesellschaft“ (Suhrkamp, 2012) einem breiteren Publikum bekannt (Übersetzungen ins Englische 2017 und Spanische 2018). 2013 erhielt sie den Werner-und-Inge Grüter Preis für Wissenschafts­kommunikation, 2023 die Werner-Heisenberg-Medaille der Alexander von Humboldt Stiftung. Fischer verfügt über umfassende Gremien- und Beratungserfahrung. Sie war u.a. Mitglied des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft, des Hochschulrates der LMU München, und Panel Chair für den Europäischen Forschungsrat. Derzeit ist sie Vizepräsidentin der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Schering Stiftung, sowie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Naturkundemuseums Berlin.

https://www.dpz.eu/kognitive-ethologie

Prof. Dr. Reinhard Jahn

Prof. Dr. Reinhard Jahn ©Martin Walz

Emeritierter Direktor am MPI für multidisziplinäre Naturwissenschaften, Göttingen.

Studium der Biologie und Chemie an den Universitäten Freiburg und Göttingen. Promotion in Biochemie 1981 in Göttingen. Von 1983-1986 Postdoc (bei Paul Greengard) und dann Assistant Professor an der Rockefeller University in New York. Anschließend für 5 Jahre Gruppenleiter am MPI Psychiatrie (heute MPI für Biologische Intelligenz) in Martinsried. Von 1991-1997 zurück in die USA als Professor of Pharmacology and Cell Biology an der Yale University School of Medicine/Howard Hughes Medical Institute in New Haven. Ab 1997 bis zur Emeritierung 2018 Direktor der Abteilung Neurobiologie am MPI für Biophysikalische Chemie, Göttingen, danach für etwas über ein Jahr Präsident der Universität Göttingen (2019-2020). Gründung/Leitung der International Max-Planck Research School Molecular Biology (2000-2007), danach Gründung und Leitung der durch die Exzellenz-Initiative geförderten Graduiertenschule GGNB (2007-2014), Leitung der Max-Planck Präsidentenkommission „Junior Scientists“ (2012-2019), sowie viele Jahre Mentor im hessischen Programm “Mentoring Hessen” und im “Dorothea Schlözer Mentoring Programm” der Uni Göttingen. Mitglied des Senats der DFG (2006-2014) und von diversen Fachbeiräten. Auszeichnungen u.a. Max-Planck-Forschungspreis (1990), Leibniz-Preis der DFG (2000), Ernst-Jung Preis für Medizin (2004), Heinrich Wieland Preis (2014), Balzan Preis (2016). 

Die Forschung befasst sich mit den molekularen Mechanismen bei der Signalübertragung in Nervenzellen, insbesondere mit der Aufnahme und Freisetzung von Neurotransmittern in präsynaptischen Nervenenden.

https://www.mpinat.mpg.de/de/jahn

Prof. Dr. Regine Kahmann

Prof. Dr. Regine Kahmann ©Martin Walz

Emeritierte Direktorin am MPI für terrestrische Mikrobiologie.

Studium der Biologie in Göttingen mit Schwerpunkt Mikrobiologie und Promotion an der FU Berlin 1974. Zwischen 1974-1980 Postdoc und Junior Group Leader am Cold Spring Harbor Laboratory und danach für 2 Jahre Assistentin am MPI für Biochemie in Martinsried. Zwischen 1982-1987 Leiterin einer Nachwuchsgruppe am Otto-Warburg-Laboratorium im MPI für Molekulare Genetik in Berlin gefolgt von Leitung einer Arbeitsgruppe am IGF Berlin GmbH bis 2001. Danach Professur für Genetik, LMU München (1992-2000), Professur für Genetik, Philipps-Universität Marburg (2002-2019), Direktorin der Abteilung Organismische Interaktionen am MPI für terrestrische Mikrobiologie in Marburg (2000-2019). 

Einen Schwerpunkt ihrer Arbeiten bildeten zunächst Bakteriophagen und wie ein sequenzspezifisches Rekombinationssystem den Wirtsbereich des Phagen Mu molekular kontrolliert. Seit den 80er Jahren widmete sie sich der Frage, wie der Brandpilz Ustilago maydis Pflanzen kolonisiert, charakteristische Krankheitssymptome (Tumore) hervorruft und die Wirtspflanze Mais so manipuliert, dass sie die Vermehrung des Pilzes ermöglicht. 

https://www.mpi-marburg.mpg.de/emerita/regine-kahmann

Prof. Dr. Katharina Landfester

20 Jahre Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung
Symposium, Berlin 13. September 2024
Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft


©2024 Martin Walz
www.martinwalz.de

Direktorin am MPI für Polymerforschung.

Studium der Chemie in Darmstadt mit Schwerpunkt Polymerchemie und Promotion an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit Arbeiten am MPI für Polymerforschung. Zwischen 1996 und 1997 Postdoc an der Lehigh University in Bethlehem, Pennsylvania (USA) und danach für 5 Jahre Gruppenleiterin am MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam-Golm. Zwischen 2003 und 2008 C4-Professur für Makromolekulare Chemie und Organische Materialien an der Universität Ulm. Seit 2008, Direktorin der Abteilung Physikalische Chemie der Polymere am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz, Professur an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. 2013 Gründung des Elisabeth-Schiemann-Kollegs und seitdem deren Sprecherin. 2024 Auszeichnung mit der Liebig-Denkmünze und dem Liesegang-Preis. 

Ein Schwerpunkt ihrer Forschung ist die Miniemulsionspolymerisation: eine Methode, welche die Herstellung komplexer polymerer Nanopartikel und Nanokapseln ermöglicht, die die Grenzen der Polymerchemie neu definiert und einen wesentlichen Beitrag zur modernen Polymerforschung leistet. Die Nanokapseln werden sowohl für die gezielte Verabreichung von Medikamenten als auch für den Aufbau künstlicher Zellen genutzt.

https://www.mpg.de/424968/polymerforschung-landfester

Prof. Dr. Elsbeth Stern

20 Jahre Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung
Symposium, Berlin 13. September 2024
Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft

Elsbeth Stern - Eidgenössische Technische Hochschule Zürich

©2024 Martin Walz
www.martinwalz.de

Professor Emerita for Research on Learning and Instruction at ETH Zürich, Switzerland

She studied psychology at the Universities of Marburg and Hamburg, receiving her diploma in 1982 and her Ph.D. in 1986. From 1987-1994 she was a postdoctoral researcher at the Max Planck Institute for Psychological Research in Munich where she established her long-standing research program on the interaction between intelligence and learning in STEM subjects. The question of what makes certain areas of mathematics and physics so difficult for some learners, and how these difficulties can be alleviated through instruction, became the focus of her scientific studies. In 1994 she became a professor of educational psychology at the University of Leipzig, and in 1997 she was offered a position as a senior group leader at the Max Planck Institute for Human Development in Berlin. She established a research program on the impact of knowledge representations on science learning in elementary school. During her time in Berlin, Elsbeth Stern succeeded in reducing the influence of pseudo-scientific explanations by some neuroscientists about learning difficulties at school. 

In 2006, she was offered a professorship at ETH Zurich, where she continued her research on STEM learning in secondary school. From 2012 to 2015, she served as department chair and, until her retirement in January 2025, as head of the teacher education program. She is a member of the Academy of Sciences and Literature Mainz, and in 2018 she received the Franz Emanuel Weinert Prize of the German Society of Psychology for her commitment to the public understanding of science.

ETH Zürich, Clausiusstrasse 59, 8092 CH-Zürich.

Studium der Psychologie in Marburg und Hamburg. Dr. phil. 1986, Kognitive Entwicklung, Lernen, Intelligenz.

https://ifvll.ethz.ch/ueber-uns/personen-forschung/prof-dr-elsbeth-stern.html